Die versteckten Kosten einer günstigen Website-Entwicklung
Eine günstige Website-Entwicklung kann auf den ersten Blick wie ein echtes Schnäppchen wirken. Der Preis ist klar, die Entwicklungszeit kurz und optisch sieht die Website oft durchaus ansprechend aus. Für Start-ups, kleine Unternehmen oder NGOs mit begrenztem Budget ist es verständlich, dass es schwerfällt, einen höheren Preis zu rechtfertigen, wenn ein anderer Anbieter scheinbar eine ähnliche Lösung günstiger anbietet. Das Problem ist jedoch, dass zwei Websites, die oberflächlich betrachtet ähnlich aussehen, sich technisch erheblich unterscheiden können. Unsichtbare Mängel können langfristig grosse Probleme und zusätzliche Kosten für Unternehmen verursachen.
Bei der Website-Entwicklung geht es nicht nur darum, einige ansprechende Seiten zu erstellen. Sie umfasst auch Strategie, Benutzererlebnis, Performance, Sicherheit, Sichtbarkeit in Suchmaschinen, Wartbarkeit und die Möglichkeit, die Website mit dem Unternehmen weiterzuentwickeln. Ist ein Angebot auffallend günstig, werden einige dieser Bereiche häufig reduziert, weggelassen oder gar nicht berücksichtigt.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass jede günstige Website schlecht ist. Es bedeutet lediglich, dass Unternehmen genau verstehen sollten, wofür sie tatsächlich bezahlen, bevor sie sich für das günstigste Angebot entscheiden.
Erster Schritt: Strategie
Einer der ersten Bereiche, die bei günstigen Websites häufig vernachlässigt werden, ist die Strategie. Anstatt über Unternehmensziele, Zielsetzungen und die Zielgruppe zu sprechen, wählt der Kunde meist einfach eine Vorlage aus. Nachdem einige Texte geliefert wurden, werden die Seiten schnell zusammengestellt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Website die Unternehmensziele unterstützt, da User Experience und User Journey häufig nicht Teil der Website-Strategie sind.
Je nach Unternehmen sollte eine Website unterschiedlich aufgebaut sein. Die Website eines Dienstleistungsunternehmens sollte nicht genauso strukturiert sein wie die einer NGO oder eines Onlineshops, da Nutzer unterschiedliche Prioritäten haben und Unternehmen verschiedene Conversion-Ziele verfolgen.
Ohne eine gründliche Planung werden wichtige Fragen oft gar nicht gestellt: Was sollen Besucher innerhalb der ersten Sekunden verstehen? Welche Handlungen sollen besonders hervorgehoben werden? Welche Informationen benötigen potenzielle Kunden, bevor sie Kontakt aufnehmen? Welche Seiten werden voraussichtlich die meisten Leads generieren? Werden diese Entscheidungen nicht frühzeitig getroffen, muss die Website später häufig aufwändig umstrukturiert werden.
Zweiter Schritt: Design
Wenn das Design auf einer Vorlage basiert, sieht es oftmals aus wie tausend andere Seiten auch. Selbst wenn Farben und Logo an das Unternehmen angepasst werden, erinnern Struktur, Abstände, Icons und der gesamte visuelle Stil oft an andere Websites, die die User bereits gesehen haben. Gerade in wettbewerbsintensiven Märkten ist es entscheidend, sich von der Konkurrenz abzuheben. Da die Website häufig der erste Kontaktpunkt mit potenziellen Kunden ist, sollte sie die Identität des Unternehmens authentisch widerspiegeln.
Dritter Schritt: Performance
Eine Website kann auf dem Computer des Entwicklers hervorragend aussehen und funktionieren, unter realen Bedingungen jedoch erhebliche Probleme verursachen. Auf mobilen Geräten oder bei langsameren Internetverbindungen können grosse Bilder, unnötige Animationen, schlecht konfigurierte Plugins und minderwertiges Hosting die Leistung erheblich beeinträchtigen. User haben keine Geduld dafür, zu warten, bis eine Website vollständig geladen ist. Stattdessen verlassen sie die Seite schnell und wechseln zu einem anderen Unternehmen, das ihre Bedürfnisse besser erfüllt.
Wichtige Website-Funktionen fehlen möglicherweise im ursprünglichen Angebot
Ein günstiges Website-Paket umfasst häufig nur die sichtbaren Bestandteile einer Website. Zusätzliche Kosten entstehen später oft für Funktionen wie:
- Mehrsprachigkeit
- Kontaktformulare
- Cookie-Einwilligung
- Integration von Analyse-Tools
- Suchmaschinenoptimierung (SEO)
- Inhaltspflege und Content-Einpflege
- Optimierung für Mobilgeräte und Tablets
- Sicherheitstools
- Schulungen
- Wartung
Keine dieser Funktionen ist aussergewöhnlich. Dennoch wirken viele günstige Einstiegsangebote deutlich weniger attraktiv, sobald diese grundlegenden Leistungen hinzukommen. Deshalb sollte nicht nur der Preis, sondern immer auch der Leistungsumfang verschiedener Angebote verglichen werden.
Wenn Sie ein neues Webentwicklungsprojekt starten, sollten Sie genau wissen, welche Leistungen das Angebot umfasst. Entscheidend ist nicht nur, wie die Website entwickelt wird, sondern auch, was nach dem Launch passiert. Kontaktieren Sie Swiss Tomato, wenn Sie Unterstützung benötigen oder Fragen haben – wir helfen Ihnen gerne beim erfolgreichen Start Ihres Projekts.